Einen Schweizer Sennenhund kaufen
Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihr Leben mit einem Schweizer Sennenhund zu
teilen, sollten Sie bedenken, dass es nicht egal ist, woher Sie Ihr
neues Familienmitglied holen. Die ersten Wochen sind die wichtigsten im
Leben eines Hundes. Versäumnisse in dieser Zeit kann man nicht oder nur
sehr schwer wieder aufholen!
Wählen Sie daher den Züchter sorgfältig aus: die Verantwortung für das Leben Ihres neuen Familienmitgliedes beginnt bereits bei der Auswahl des Züchters!
- Niemals Welpen „aus dem Kofferraum“! Meist wurden diese Tiere unter schlimmen Umständen in „Zuchtfabriken“
geboren. Sie unterstützen mit dem Kauf des einzelnen Welpen den
„Hersteller“ der Ware Hund. Welpen aus solchen Fabriken sind meist
krank. Der niedrige Preis wird durch die Tierarztkosten bald wieder
aufgehoben!
- Kaufen Sie keinen Welpen, ohne die Mutter und die Zuchtstätte gesehen
zu haben. Lassen Sie sich alle nötigen Unterlagen der Elterntiere
zeigen (Gesundheitszeugnisse, z. B. Hüftröntgenbefund,
Abstammungsnachweise usw.)
- Sehen Sie sich mehrere Züchter an, machen Sie sich ein Bild von der Zuchtstätte! Sind die Welpen lebhaft und sauber, ist die Mutter zutraulich? Interessiert sich der Züchter für Ihre Lebensumstände, so wie Sie sich für die Lebensumstände seiner Welpen interessieren? Ein guter Züchter will wissen, an wen er seine Welpen weitergibt!
- Kontrollierte Zucht heißt: nur wenn die Welpen österreichische Abstammungsnachweise des VSSÖ / ÖKV besitzen, haben Sie die Garantie, dass die Elterntiere sorgfältig durch den VSSÖ auf ihre Gesundheit geprüft und zur Verpaarung zugelassen wurden. Alle Schweizer Sennenhunde, die in Österreich in der offiziellen Rassehunde-Zucht eingesetzt werden sollen, müssen vorher auf einer Körung
des VSSÖ angekört worden sein, der Züchter zeigt Ihnen gerne die
entsprechenden Unterlagen. Für Österreich gilt: Nur Welpen mit ÖKV-Papieren werden von der F.C.I.
als Rassehunde anerkannt.
Wenn Sie noch mehr wissen wollen:
Die
F.C.I. (
Fédération Cynologique Internationale www.fci.be) ist die
Weltorganisation der Kynologie. Sie umfasst zur Zeit 84 Mitglieds- und Partnerländer. Es wird prinzipiell nur
ein Verband pro Land akzeptiert, der seinerseits eigene Ahnentafeln ausstellt und die Richter ausbildet. Die F.C.I. garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden (Pedigrees) und der Richter.
Der
ÖKV (Österreichischer Kynologenverband
www.oekv.at) ist jener nationale Dachverband in Österreich, der von der F.C.I. anerkannt wird. Er betreut die einzelnen österreichischen Rassezuchtverbände (jeweils einen pro Rasse), ist für die Richterausbildung und Führung des
österreichischen Hundezuchtbuches (Ö.H.Z.B) zuständig.
Für die vier Rassen der Schweizer Sennenhunde in Österreich ist der
VSSÖ (Verein für Schweizer Sennenhunde in Österreich) der einzige von ÖKV/F.C.I. anerkannte Rassezuchtverband. Der VSSÖ ist für die Entwicklung, die Zucht und die Betreuung der vier Schweizer Sennenhunderassen zuständig und DER Ansprechpartner für Sennenhundebesitzer oder Menschen, die es noch werden wollen. Daher gilt: Nur Welpen mit ÖKV-Papieren werden von der F.C.I. als Rassehunde anerkannt. Es gibt auch andere Vereine, die Abstammungsnachweise ausstellen, die jedoch nicht von der F.C.I. anerkannt werden. Nur bei Sennenhunden mit österreichischen F.C.I.-Papieren können Sie sicher sein, dass sie nach den strengen VSSÖ-Vorgaben gezüchtet worden sind.