Der Entlebucher Sennenhund stammt, wie alle
Sennenhunderassen, aus der Schweiz. Er ist trotz seiner geringen Körpergröße
ein unbestechlicher und zuverlässiger Wach-, Schutz- und Begleithund. In der
Ausbildung arbeitet er mit Freude und großem Erfolg. Er ist lebhaft, passt sich
der Familiensituation seines „Rudels“ aber sehr gut an. Seine rasche
Auffassungsgabe ist bemerkenswert. Aus allen diesen Gründen ist der Entlebucher
ein vielseitiger Arbeitshund, jedoch als Familien- und Begleithund auch in der
Stadt sehr gut zu halten.
Kurzer geschichtlicher Überblick:
Der Entlebucher Sennenhund
ist der kleinste der vier Schweizer Sennenhunde. Er kommt aus dem Entlebuch,
einem Tal im Gebiet der Kantone Luzern und Bern. Die erste Beschreibung unter
dem Namen „Entlebucherhund" stammt aus dem Jahr 1889. Gut 20 Jahre später
stellte Prof. Heim, der große Förderer der Sennenhunde-Rassen, vier Exemplare
dieses kleinen Treibhundes vor, und nochmals 15 Jahre später erschien der erste
Rassestandard. Um diese Zeit lernte man auch das große Potential an
Arbeitswillen und Intelligenz schätzen, das dieses Energiebündel zu einem
ausgezeichneten, vielseitigen Arbeitshund macht. Wachsam, ausdauernd und
gelehrig vergisst er niemals etwas, das er schon gelernt hat. Ob als Rettungs-
oder Lawinenhund, im Hundesport oder ganz einfach „nur“ als anpassungsfähiger
Familienhund – dieser attraktive dreifarbige Hund hat seine Liebhaber längst
gefunden.
Rassemerkmale des Entlebucher Sennenhundes:
Allgemeines Erscheinungsbild: Knapp mittelgroßer, kompakt
gebauter Hund von leicht gestrecktem Format, dreifarbig wie alle Schweizer
Sennenhunde. Aufgeweckter, kluger und freundlicher Gesichtsausdruck.
Charakter, Verhalten: Lebhaft, teperamentvoll, selbstsicher
und furchtlos; gegenüber vertrauten Personen gutmütig und anhänglich, gegenüber
Fremden leicht misstrauisch; unbestechlicher Wächter; freudig, lernfähig.
Farbe, Zeichnung: Typische Dreifarbigkeit. Grundfarbe
schwarz mit möglichst symmetrischen gelb- bis rostbraunen und weißen Abzeichen.
Die gelb- bis rostbraunen Abzeichen befinden sich über den Augen, an den
Backen, an Fang und Kehle, seitlich an der Brust und an allen vier Läufen,
wobei an letzteren das Gelb bis Rostbraun zwischen Schwarz und Weiß liegt. Gut sichtbare
schmale, weiße Blesse, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken
zieht und die Schnauze ganz oder teilwiese umfassen kann. Weiß vom Kinn über
Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust. Weiß an allen vier Pfoten.
Haarkleid: Stockhaar. Deckhaar kurz, festanliegend, hart und
glänzend. Unterwolle dicht.
Kopf: Flacher Scheitel, leichter Stirnabsatz; kräftiger
Fang, von Stirn und Backe deutlich abgesetzt; trockene Lefzen; Ohren hoch
angesetzt, hängend, unten gerundet; Augen ziemlich klein, dunkel,lebhaft; freundlicher Gesichtsausdruck;
Körper: Ziemlich gestreckt, länger als hoch; tiefe, breite
Brust; starker, gerader Rücken; sanft abfallende Kruppe; Hals kurz und gedrungen;
Glieder gerade und stämmig, gut gewinkelte Sprunggelenke; Pfoten rundlich
geschlossen; Wolfskrallen unerwünscht; Rute: Entweder in Fortsetzung der leicht
abfallenden Kruppe angesetzte natürliche Rute oder angeborene Stummelrute. Lange
Rute und Stummelrute sind gleichwertig.
Größe: Widerristhöhe: Rüden: 44-50 cm, Hündinnen: 42-48 cm.
Den offiziellen, ausführlichen Rassestandard finden Sie als Download auf der Homepage der FCI unter www.fci.be.