Der rassenreine Appenzeller Sennenhund
ist das Resultat der züchterischen Bemühungen seit Beginn des 20.
Jahrhunderts. Er ist ein dreifarbiger, mittelgroßer, fast
quadratisch gebauter Hund, in allen Teilen harmonisch ausgeglichen, muskulös,
mit pfiffigem Gesichtsausdruck. Sein Markenzeichen ist die
Posthornrute.
Er ist lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher,
furchtlos, ohne Jagdtrieb, ein unbestechlicher Wächter und sehr
lernfähig, robust und gesund. Seine Stärke liegt in der
Schnelligkeit und Gewandtheit seiner Bewegungen. Heute lebt er diese
Seite als Begleiter beim Joggen, beim Radfahren, auf Wanderungen,
auf Bergtouren oder bei Spiel und Sport aus. Durch seine erhalten
gebliebene Veranlagung zum Treiben und Hüten von Viehherden eignet
er sich auch heute noch für diese ursprüngliche Verwendung.
Der Ursprung der Rasse geht auf Bauernhunde
zurück, die in den Schweizer Alpen und hier besonders im Kanton
Appenzell als Treib- , Hüte- und Wachhunde eingesetzt wurden.
Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige Liebhaber dieser
Hunde der Reinzucht dieses damals in seinem Erscheinungsbild sehr uneinheitlichen Bauernhundes an.
Prof. Dr. Albert Heim legte 1914 den ersten Standard für
Appenzeller Sennenhunde fest. Von Anfang an war nicht nur der
Formwert der Rasse, sondern auch ihr Gebrauchswert ein wesentlicher
Aspekt der Zucht.