Gesundheit beim Großen Schweizer Sennenhund


Claudia Dunzinger5 copy


HD/ED

Große Hunde – und der Große Schweizer Sennenhund ist einer der größten – sind durch ihr Gewicht prinzipiell anfällig für Gelenksschäden. In nicht optimal ausgebildeten Hüften, Schultern oder Ellenbögen kann sich mit der Zeit Arthrose entwickeln – so wie beim Menschen auch: Babies werden ja routinemäßig geröntgt, um eventuelle Fehlstellungen der Hüftgelenke frühzeitig zu erkennen. In der Hundepopulation kann man durch den Zuchtausschluss von Hunden mit schwereren HD-Formen (Hüftgelenksdysplasie) bzw. entsprechenden Befunden bei Schulter- und Ellbogengelenk dieses Problem gezielt angehen: jeder Hund, der zur Zuchtzulassungsprüfung antreten soll, muss zuerst gute Röntgenbefunde aufweisen. Daher ist dieses Problem bei den Großen Schweizern kaum vorhanden, vernünftige Haltung im ersten Lebensjahr des Hundes vorausgesetzt.

 


Vererbliche Augenkrankheiten


Vererbliche Augenkrankheiten wie Katarakt und Glaukom, aber auch Distichiasis (das sind in Richtung Augapfel wachsende Wimpern) kommen gelegentlich vor, sind aber nicht wirklich gravierend, vor allem, weil jeder Zuchthund in regelmäßigen Abständen eine Augenuntersuchung absolvieren muss und von der Zucht ausgeschlossen wird, sollte ein krankhafter Befund erhoben werden. 

 


 Epilepsie


Seit einigen Jahren beschäftigen sich die Zuchtprogramme der Sennenhundevereine vermehrt mit der Bekämpfung der Epilepsie beim Großen Schweizer. Vererbung spielt bei dieser Krankheit, die in verschieden schweren Formen auftreten kann und fast immer zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität des Hundes und seiner Menschen führt, sicher eine große Rolle, aber das Geschehen ist multifaktoriell. Ein verantwortliches Gen hat man noch nicht gefunden, obwohl an Universitäten in mehreren Ländern intensiv danach geforscht wird. Einstweilen berechnet man daher die Auftrittswahrscheinlichkeit von Epilepsie bei den Nachkommen einer vorgesehenen Paarung; die Daten dazu kommen aus der großen Hunde-Gesundheits-Datenbank Dogbase, in der alle FCI-Zuchthunde Österreichs, Deutschlands und der Niederlande samt Nachkommen mit  ihren Gesundheitswerten erfasst sind. Liegt diese Auftrittswahrscheinlichkeit über einem bestimmten Niveau, wird die Paarung nicht genehmigt. Der VSSÖ arbeitet hier sehr intensiv mit dem SSV, dem deutschen Sennenhunde-Verein, zusammen, um die bestmögliche Zuchtstrategie zur weiteren Eindämmung der Epilepsie zu gewährleisten.


 

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