Gesundheit beim Entlebucher Sennenhund


 Sita von Garstnaeck2

 

Wie jede Rasse ist auch der Entlebucher Sennenhund mit einer Reihe von Erberkrankungen belastet, deren Bekämpfung eine vordringliche Aufgabe unseres Zuchtverbandes ist:

Durch Selektierung der Zuchttiere, gezielte Verpaarungen und das Berücksichtigen von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen versuchen wir, das Auftreten dieser Erkrankungen weitestgehend zu minimieren.

  


Erbliche Augenerkrankungen

Katarakt (grauer Star, Linsentrübung): führt zur allmählichen Erblindung

Maßnahme: Jede Form des Kataraktes führt zum Zuchtausschluss des erkrankten Hundes. Bei der Paarungsplanung wird die Auftrittswahrscheinlichkeit von Katarakt bei den Nachkommen berücksichtigt

PRA (Progressive Retina Atrophie=Netzhautablösung, Retinadegeneration) führt zur allmählichen Erblindung

Maßnahme: Die Anwendung eines Gentests ermöglicht Verpaarungen, die das Auftreten dieser Erkrankung bei den Nachkommen ausschließt

Goniodysplasie (vermutlich erbliche, angeborene Deformität des Ligamentum pectinatum = Verengung des Kammerwinkels, der das Abfließen des Kammerwassers erschwert)

In seltenen Fällen kann es zur Erhöhung des Augendrucks und der Entstehung eines Primären Glaukoms kommen, was sehr schmerzhaft ist und meist die Entfernung des Auges zur Folge hat.

Maßnahme: Der VSSÖ ist der einzige Zuchtverein, der beim Entlebucher vor der Ankörung eine Gonioskopie (Untersuchung des Kammerwinkels) zwingend vorschreibt. Hunde mit Goniodysplasie werden zwar nicht von der Zucht ausgeschlossen, die graduelle Ausprägung des Defektes wird jedoch bei der Paarungsplanung beachtet.

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Hüftgelenksdysplasie (HD)

Die HD ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenkes, bei der der Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne nur ungenügend Halt findet, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen infolge degenerativer Veränderungen des Gelenkes führen kann. Auch wenn Ernährung und Haltung die Entstehung und das Fortschreiten der Krankheit begünstigen können, so ist die HD auch zu großen Teilen genetisch bedingt.

In der Zucht dürfen nur Hunde mit den Befundungen HD A (= frei), HD B (= Übergangsform) und HD C (= leicht) verwendet werden, wobei die Verpaarung HD C mit HD C nicht erlaubt ist.

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Ektopische Ureteren (EU)

Die EU ist eine angeborene Anomalie, bei der ein oder beide Harnleiter nicht normal in die Harnblase münden. Dies führt zu einer angeborenen Harninkontinenz, die bei Hündinnen sofort sichtbar wird, beim Rüden hingegen über Jahre unbemerkt bleiben kann.

Die Universität Zürich arbeitet an der Entwicklung eines Gentests, der Trägertiere identifizieren soll. Bis zum Einsatz dieses Gentests werden alle Hunde, deren Ureteren nicht korrekt münden, nicht in der Zucht eingesetzt.

Vor ihrer Zuchtzulassung müssen Entlebucher auf folgende Erberkrankungen untersucht werden:

  • PRA (Gentest)
  • erbliche Augenerkrankungen (Untersuchung erfolgt durch Veterinärophthalmologen)
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Ektopische Ureteren

Alle zwei Jahre ist eine Kontrolluntersuchung der Augen beim Ophtalmologen vorgeschrieben.

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Nähere Erklärungen und Ausführungen zur Gesundheit finden sie auf der Entlebucher Plattform.


 

 

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